Samstag, 3. Januar 2026

Jahresrückblick 2025

Seit 2009 schreibe ich im Blog meinen Jahresrückblick. Die Fragen tauchten damals irgendwo mal auf. Ein paar habe ich irgendwann weggelassen. Diese Tradition möchte ich nicht unterbrechen. Abseits der teils katastrophalen politischen Weltlage hatten wir privat ein gutes und spannendes Jahr 2025. Alle meine Rückblicke sind unter dem Label "Jahresrückblick" versammelt. 


Haare länger oder kürzer?

Da wird sich auf absehbare Zeit nichts mehr tun. Ich bleibe bei der Länge und den blonden Strähnchen. Die grauen Haare an den Schläfen sind ein bisschen mehr geworden, ich zupfe sie jetzt nicht mehr aus. 

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 

Die Lesebrille muss jetzt immer öfter ran. 

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr. Da gab es u.a. schöne Reisen, einen Abi-Ball und den Umzug der Großen nach Münster. 


Der hirnrissigste Plan? 

Im Vorfeld gab es Stimmen, die von einer Operation an der Schulter abrieten. Ist aber alles sehr gut verlaufen. Der Leidensdruck war einfach zu groß. 

Die gefährlichste Unternehmung? 

Das ist immernoch die tägliche Fahrt mit dem Fahrrad auf den Straßen da draußen.

Das leckerste Essen?

Immer das in guter Gesellschaft. Ah, und das Abendessen nach meiner Operation an der Schulter! Also, das war jetzt nicht herausragend lecker, darum geht es gar nicht. Aber ich habe noch nie im Krankenhaus ein Essen bekommen, das mit so viel Hingabe zubereitet wurde. Da während der Operation bestimmte Nerven im Arm betäubt wurden, war mein gesamter Arm noch gelähmt und somit unbeweglich. So war ich sehr überrascht, dass mir ein komplett fertig zubereiteter Teller gebracht wurde. Mit kleingeschnittenem Tomaten und Gurkenscheiben!


Das beeindruckendste Buch? 

Ich habe leider viel zu wenige Bücher gelesen. Dafür habe ich mir wieder regelmäßig "Das Magazin" gekauft. 

Der ergreifendste Film? 

Da muss ich mal in meine Filmliste schauen, die ich fortlaufend ergänze. Die Kinosituation in Wismar ist leider schwierig, zu Hause ist der Filmgenuss leider doch nicht ganz derselbe. Hm, irgendwie ist kein Film so richtig hängengeblieben. Am ehesten war das "Like a complete Unknown" über das Leben von Bob Dylan. Serien waren viele gute dabei: z. B. Slow Horses, Severance, Silo, Diplomatische Beziehungen, Smoke, Stranger Things, Pluribus, Pörni... 

Die beste Musikentdeckung? 

In Wismar durfte ich bei den Apothekensessions wieder einige Musikentdeckungen machen. Ansonsten habe ich gerne Florence and the Machine gehört, Matt Berninger, Fuffifufzich, Grace Cummings, Still Corners, Perfume Genius... 

Das schönste Konzert? 

Das war auf alle Fälle Patti Smith in Berlin. 


Die meiste Zeit verbracht mit...? 

...meiner Familie. Mit den Mitgliedern meiner Kirchengemeinde. Im Sommer habe ich aber auch sehr viel gearbeitet. 

Die schönste Zeit verbracht mit…? 

Dem Liebsten in Aarhus. Meinem Großen in Luxemburg. Mit der Großen in Münster. Mit den Kindern am Strand. Mit neuen Freundinnen und Freunden in Wismar. 

Vorherrschendes Gefühl 2025? 

Wir haben es so gut!

2025 zum ersten Mal getan? 

Nach Aarhus gereist.
Nach Luxemburg und Metz gereist.
Mich einer Operation an der Schulter unterzogen.
In Dänemark endlich blühende Heide gesehen. 
Ribe besucht.
In Münster gewesen.


2025 (nach langer Zeit) wieder getan? 

Ein Abitur gefeiert. 
Ein Kind beim Auszug begleitet..
Eine sehr lange Blogpause gemacht.
Mit nur zwei Kindern im Sommerurlaub gewesen.
Die Hallig Hooge besucht.


3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 

Missgünstige Mitmenschen. Kriege. Krankheiten.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Du schaffst das!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 

Da fallen mir eigentlich nur immaterielle Dinge ein. Das Schönste, was ich schenken kann ist eigentlich meine Zeit und meine Liebe.


Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 

Und auch hier sind es meistens immaterielle Dinge: Vertrauen, Ehrlichkeit, Zeit... Hört sich irgendwie abgedroschen oder kitschig an, aber ich finde, das ist es, was am Ende wirklich zählt. 

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 

"Ich hab dich lieb." und "Ihr seid die Liebe."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 

Moment, ich frage mal nach: das schwankte gerade in der Familie von "Ich bin stolz auf dich!" über "Essen ist fertig!" und "Ich hab dich lieb." Schön :-)

2025 war mit 1 Wort…?

Aufbruch.




Mittwoch, 31. Dezember 2025

Unser Weihnachtsfest...

... war wie immer sehr gemütlich. Wie schon erwähnt, habe ich in diesem Jahr gar nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Doch trotzdem hatten wir ein schönes Fest und ich glaube, die anderen Familienmitglieder haben gar nichts vermisst. Das will ich mir unbedingt merken, denn dadurch waren die Festtage diesmal auch für mich sehr entspannt. 

An Heiligabend radelte ich gegen 13 Uhr zur Gemeinde vor und kochte Kaffee. Es hat sich in den letzten Jahren ergeben, dass es dort ein gemütliches Beisammensein noch vor der Christvesper gibt. Weil hinterher alle ihren eigenen Abend gestalten, ist das nochmal eine schöne bewusste Pause. 

Heiligabend um 16:15 Uhr, auf dem Heimweg zur Bescherung. 

Gegen 16:30 Uhr saßen alle Kinder plus die Freundin des kleinen Bruders erwartungsvoll auf dem Sofa. Es wurde ein lustiger und gemütlicher Abend. Nach der Bescherung gab es wie immer Kartoffelsalat mit Würstchen oder vegetarischen Schnitzeln. Später schauten wir alle zusammen den Film "Polarexpress". 



Klare Weihnachtsnacht.


Die Mahlzeiten wurden teilweise sehr flexibel gestaltet. Die großen Kinder schliefen lange und sorgten teilweise selbst für die Verpflegung. Am zweiten Feiertag kam auch der Große aus Luxemburg in Wismar an. So waren wir dauerhaft sieben oder acht Personen in der Wohnung. 



Nach den Feiertagen hatten wir auch noch eine befreundete Familie zum Raclette-Essen eingeladen. Da bauten wir einfach einen weiteren Tisch an. 



Erste Spitzen von Frühblühern habe ich auch wieder entdeckt.


Die Tage nach Weihnachten waren wettertechnisch durchwachsen, aber wenn die Sonne schien, war es herrlich. Zunächst war die Stadt ganz leer, sie füllte sich aber Richtung Silvester zunehmend mit Touristinnen und Touristen. 

Der Liebste und ich hatten zwischendurch auch immer Zeit für uns, wir waren spazieren, Fahrrad fahren, Kaffee trinken, trafen uns mit Freundinnen und Freunden zum Glühwein oder zum Kaffee. Die Kinder waren sehr oft auf der Eisbahn, spielen Spiele oder schauten Filme. So werden wir heute auch den Silvesterabend verbringen und sehr zufrieden das Jahr beenden. Meinen Jahresrückblick werde ich demnächst mal nachholen. Wäre ja schon irgendwie schade, diese Tradition seit 2009 zu unterbrechen. 







Mittwoch, 24. Dezember 2025

Nun ist Weihnachten...

... da. Die letzten Wochen waren angefüllt mit vielen Terminen. Ich habe längst nicht alles geschafft, was ich mir für die Adventszeit vorgenommen hatte. Aber so ist das Leben nunmal, Weihnachten kommt trotzdem, auch wenn nicht alles fertig ist. 

Am dritten Adventssonntag habe ich gearbeitet. Zwei Kindergeburtstage standen im Museum an. Eigentlich wollte ich an dem Tag nicht arbeiten, weil ich endlich mal die Seemannsweihnacht im Wismarer Hafen erleben wollte. Doch dann wollte ich den Dezembergeburtstagskindern doch ein schönes Erlebnis ermöglichen. Und dann war ich überglücklich, denn...  

... als ich nach Feierabend am Hafen vorbeiradelte, kam ich genau rechtzeitig zum Auslaufen der Schiffe. Die haben sehr laut getutet und fuhren geschmückt mit Lichterketten einmal den Hafen hoch und runter und drehten eine Runde in der Bucht. 

Dazu leuchtete der Himmel zum Sonnenuntergang rosa-lila. Ich war genau zum richtigen Zeitpunkt dort. Es war so schön!





Unser Dezemberkind, der Adventsjunge, feierte schon seinen dreizehnten Geburtstag!


Das letzte Nachbarschaftscafé des Jahres in unserer Gemeinde war bunt und gemütlich. Es ist nach fast zwei Jahren ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens für die Gäste und auch für uns selbst geworden.


Sonnenaufgang über dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Die Möwen finden hier in der Adventszeit reichlich Futter, was nicht ganz ungefährlich für die Gäste des Marktes ist. Doch es gibt halt immer Menschen, die die Tiere absichtlich anlocken, deshalb gehört dieser Anblick in Wismar dazu. 



Vierter Advent. Ruhig und gemütlich. Der Liebste hatte schon frei und holte die Große in Münster ab. 


Mit dem Aussuchen des Tannenbaumes hatten wir in diesem Jahr erstmal nicht so viel Glück. Wir fuhren eine neue Plantage an, die war sehr ungepflegt und wir fanden keinen Baum. Alle waren schlecht gelaunt. Es läuft halt nicht immer alles glatt. Kurz vor knapp fuhr der Liebste mit zwei Kindern doch noch woanders einen Baum sägen, der wurde nun aufgebaut und ganz alleine von den Kindern geschmückt. 


Fast hätten wir auf den Abbau des Weihnachtsmarktes warten können. Da werden immer alle Bäume verschenkt. Hier hatten Leute ihr Lastenrad beladen. Erinnerte mich an meinen Weihnachtsbaumkauf vor drei Jahren, als unser Auto kaputt war. Ich fuhr den 2,50 Meter hohen Baum auch mit dem Lastenrad nach Hause. Ich vermisse das Rad schon desöfteren.


Diese Woche ist auch die Freundin des kleinen Bruders bei uns eingetroffen. Zur Feier des Tages und zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest stießen wir erstmal an und futterten eine bunte Platte leer. 


Dann schauen wir DEN Weihnachtsfilm in unserer Familie. Olle Klamotte, aber er begleitet uns alle schon seit der Kindheit, ob Eltern oder Kinder. Wir können den Film mitsprechen. 


Heute Morgen buk ich schnell noch die Lebkuchenanhänger für den Weihnachtsbaum. Die müssen einfach sein, das mache ich schon seit 2006 oder 2007 so. 



Unter dem Baum liegen schon viele Geschenke, die Kinder haben sich in diesem Jahr ganz viel Gedanken und Mühe gemacht. Der Liebste und ich haben gestern Abend eine Stunde lang alle anderen Geschenke in Geschenkbeutel getan, die kommen heute Abend noch dazu. Doch am wichtigsten sind doch immernoch die Menschen, die um den Baum herum sitzen, mit denen wir gerne Zeit verbringen wollen. 



Sonntag, 14. Dezember 2025

12 von 12 im Dezember 2025

An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt "12 von 12" statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber inzwischen nicht mehr fortgeführt. Man macht am 12. eines Monats Fotos vom Tagesablauf. Abends wählt man 12 Bilder aus und postet sie im Blog. So werden unterschiedliche Tage dokumentiert, mal sind sie bunt und aufregend, mal ganz unspektakulär und voller Alltagskram. Drüben bei Caro gibt es seit vielen Jahren eine Liste zum Eintragen für alle Teilnehmenden im deutschsprachigen Raum.

Um 4:45 Uhr wache ich auf. Ein langer Tag steht mir bevor. Ich gehe duschen, wecke den Liebsten, koche dann in der Küche Kaffee, wecke ein Kind, decke den Frühstückstisch, bereite die Brotdosen für die Kinder und mich vor, öffne das Türchen in meinem tollen Pralinen-Adventskalender....


... und setze Kaffeebohnen auf den Einkaufszettel. Das nächste Kind wird geweckt, ich gehe meine Haare trocknen und mich schminken. Das größte Kind im Haus steht alleine auf. Im Gästezimmer wohnt für ein paar Tage die Mama des Liebsten, die darf weiterschlafen. Der Liebste wird den Tag im Homeoffice arbeiten.


Ich bringe die Jüngste zur Schule und radle weiter zur Arbeit. Als ich gegen 7:30 Uhr das Museum erreiche, ist der gesamte Parkplatz voll. Eine große Menschenmenge steht vor dem Eingang. Ah, stimmt ja, die Mathematikolympiade findet bei uns im Veranstaltungsraum statt! Ich bringe meine Sachen weg und schaue mir mal kurz den Raum vor dem Ansturm an. 109 Schülerinnen und Schüler werden hier gleich sitzen. 


Für mich steht eine letzte große Sache in diesem Jahr an: ich gebe wieder eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte. In der Museumswerkstatt habe ich am Tag zuvor alles vorbereitet. Es wird eine Präsentation auf dem Bildschirm geben, es gibt ein "Materialbuffet" für die praktischen Aufgaben, in denen viel gebastelt und ausprobiert wird, Getränke und Snacks stehen bereit. Ich koche eine große Kanne Kaffee und empfange um kurz vor 9 Uhr meine Kursteilnehmerinnen. Das Thema heute heißt "Forschen rund um den Körper". 

In der Mittagspause fotografiere ich mal kurz aus dem Fenster raus und schnappe dabei kurz frische Luft. Links ist die Werfthalle, die zu den größten in ganz Europa zählt. Weiter hinten rechts ist der Turm der Kirche St. Nikolai zu sehen, dort befindet sich die historische Innenstadt von Wismar. 


Im hauseigenen Museumsshop erspähe ich noch potentielle Weihnachtsgeschenke für die Kinder. Praktisch!


Es wird eine sehr gute Fortbildung, am Nachmittag sind wir alle miteinander sehr zufrieden. Um 15 Uhr ist die Werkstatt wieder aufgeräumt und ich habe habe offiziell Feierabend. 

Das Museum schließt und die Gänge sind leer und ruhig.



Doch ich bleibe noch da, denn um 16 Uhr soll die Jahresabschlussfeier des Museumsteams stattfinden. Wir bereiten die Cafeteria vor, stellen Geschirr bereit und dekorieren ein wenig.  


Ein Kollege stammt aus Thüringen und bestellt direkt dort echte Thüringer Würste, die er dann für das Team grillt. Andere haben leckere Salate und Dip für das Buffet beigesteuert. Es wird ein sehr schöner und lustiger Abend, es wird später, als vorher gedacht. 


Auf dem Heimweg halte ich kurz am Alten Hafen...



Als ich gegen 22:30 Uhr zu Hause bin, erstelle ich leider viel zu spät schnell noch mein 12. Türchen auf Instagram. Da ich das alles völlig spontan mache, hatte ich den ganzen Tag über keine Zeit dafür. Diesen Dezember will ich Orte in Wismar zeigen, die uns mit ihren Produkten und Ideen die Adventszeit verschönern. Lokale Orte, die Wismar so einzigartig und liebenswert machen und die ich freiwillig gerne unterstützen möchte.